Österreichische Finanzaufsicht verbietet Sberbank Europe

Österreichische Finanzaufsicht verbietet Sberbank Europe

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Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der Sberbank Europe AG ein Geschäftsverbot erteilt.


„Die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat heute gemäß Weisung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Bescheid erlassen, mit dem dem konzessionierten Kreditinstitut „Sberbank Europe AG“ (…) die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt wird mit sofortiger Wirkung", heißt es in einer Pressemitteilung auf der Website der Finanzaufsichtsbehörde.


Berichten zufolge wurde für die Bank ein externer Wirtschaftsprüfer bestellt.


Zuvor hatte die Nationalbank der Tschechischen Republik damit begonnen, der tschechischen „Tochter“ der Sberbank, die vor dem Hintergrund geopolitischer Ereignisse mit einem erheblichen Abfluss von Kundengeldern konfrontiert war, die Lizenz zu entziehen.


Am 28. Februar gab die EZB das Insolvenzrisiko der Sberbank Europe AG (einer Tochtergesellschaft der Sberbank of Russia) und ihrer Abteilungen in Kroatien und Slowenien aufgrund von Liquiditätsproblemen bekannt. Der Einheitliche Rat zur Lösung von Problemen im EU-Bankensektor hat ein 24-Stunden-Moratorium für die Aktivitäten der Sberbank Europe AG (Österreich), der Sberbank d.d. (Kroatien) und Sberbank banka d.d. (Slowenien).


Sberbank Europe ist in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Serbien vertreten. Im November 2021 unterzeichnete die „Tochter“ der Sberbank einen Vertrag mit der serbischen MK-Gruppe (AIK Banka ad Beograd, Gorenjska Banka dd, Kranj und Agri Europe Cyprus Limited) über den Verkauf ihrer Tochterbanken in Mittel- und Osteuropa – in Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Ungarn, Serbien und Slowenien. So hätte die Sberbank Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik haben müssen. Am 28. Februar wurde bekannt, dass der Deal mit AIK Banka abgeschlossen wurde.


Die Sberbank fiel am 24. Februar im Zusammenhang mit der russischen Militäroperation in der Ukraine unter US-Sanktionen. Dies sind Korrespondenten- und Durchzahlungskontosanktionen, sie sind nicht sperrend.

Tags: Wirtschaft

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