Österreich verzeichnet inmitten der Energiekrise die höchste Inflation seit 1952

Österreich verzeichnet inmitten der Energiekrise die höchste Inflation seit 1952

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Die heimische Energiesituation habe Österreichs Inflation vor allem auf 10,5 Prozent getrieben, den höchsten Stand seit 1952, schreibt die Kronen Zeitung.

Laut Statistik Austria sind die Strompreise für Haushalte im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 64 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im August waren es 37 Prozent. Der große Preissprung wurde durch Tarifänderungen in Wien und Niederösterreich für Gas und Strom beeinflusst. Den zweiten Platz unter den Preisfaktoren belegt der Dieselkraftstoff, der um 52 Prozent teurer geworden ist.


Für Speisen und alkoholfreie Getränke mussten die Bürger 13,9 Prozent mehr zahlen, für Restaurants und Hotels 10,5 Prozent mehr. Der sogenannte Lebensmittelkorb, der die täglichen Einkäufe widerspiegelt, ist um 11,5 Prozent teurer geworden. Seit Mitte des Jahres ist diese Zahl, die vor allem Nahrungsmittel umfasst, stets etwas stärker gestiegen als die allgemeine Inflation.


Zuletzt wurde 1952 eine höhere Inflationsrate von 14,1 Prozent verzeichnet. Volkswirte rechnen erst Mitte 2023 mit einer deutlichen Abschwächung der Preise.

Diese Situation verursacht eine Rezession in der Wirtschaft. Eine Umfrage von Deloitte unter Unternehmern ergab, dass nur 42 Prozent der Situation positiv gegenüberstanden. Vor einem Jahr waren es noch 86 Prozent. Nur ein Viertel der Befragten ist positiv gestimmt. Gleichzeitig halten 91 Prozent der Befragten die Inflation für das größte Problem. Acht von zehn Unternehmen rechnen mit einem allgemeinen Wirtschaftsabschwung. Die Hälfte der Manager hat Angst vor Energiemangel im Winter.

Tags: Wirtschaft

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