"EuroChem": Kauf verweigert.

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Die Struktur der OMV hat entschieden, die Fabriken des Unternehmens in Europa nicht zu verkaufen

Die österreichische Borealis, die im Februar Verhandlungen mit EuroChem über den Verkauf ihres Stickstoffgeschäfts in Europa aufgenommen hatte, lehnte das Angebot des russischen Unternehmens einen Tag nach der Aufnahme seines Eigentümers in die EU-Sanktionsliste ab. Durch diesen Deal könnte die Gruppe von Andrey Melnichenko ein Fünftel des europäischen Stickstoffmarktes gewinnen und das Portfolio um eine neue Produktlinie zu einem niedrigen Preis erweitern.

Die Chemiestruktur von OMV Borealis weigerte sich, fünf Stickstoffanlagen in Österreich, Deutschland und Frankreich mit einer Gesamtkapazität von rund 4 Millionen Tonnen Produkten pro Jahr an Eurochem zu verkaufen.


Der Transaktionsbetrag wurde auf 455 Millionen Euro geschätzt, was fast zehnmal weniger ist als das, was OMV selbst bezahlt hat, um die Kontrolle über diese Vermögenswerte zu erlangen. Wie Borealis-CEO Thomas Gangl feststellte, habe das Unternehmen die jüngsten Entwicklungen rund um die Situation in der Ukraine studiert und "entschieden, das bindende Angebot von EuroChem abzulehnen". Der russische Hersteller kommentiert die Situation nicht.

Das Unternehmen gab den Beginn exklusiver Verhandlungen im Februar bekannt. Neben Fabriken besitzt Borealis 50 Vertriebszentren in Europa, die für EuroChem von größtem Interesse waren, da sie den Zugang zum Endverbraucher öffneten. Außerdem würden Melamin (vor allem für die holzverarbeitende Industrie geliefert) und flüssiger technischer Stickstoff das Portfolio an Stickstoffprodukten des russischen Herstellers in Europa erweitern.

Der Deal könnte es EuroChem ermöglichen, seinen Anteil am europäischen Markt für Stickstoffdüngemittel auf 20 % zu erhöhen. Die Fertigstellung wird in der zweiten Jahreshälfte 2022 erwartet.

Borealis gab die Ablehnung des Deals am Tag nach der Veröffentlichung einer erweiterten Liste russischer Geschäftsleute bekannt, die unter die Sanktionen fielen, darunter der Eigentümer von EuroChem, Andrey Melnichenko. Er besaß über die zypriotische AIM Capital SE 90 % der Muttergesellschaft der EuroChem Group AG Gruppe (weitere 10 % der Aktien sind eigene Aktien). Das Unternehmen gab heute bekannt, dass er bereits nicht mehr Begünstigter der EuroChem-Gruppe ist und deren Vorstand verlassen hat.

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